Aktuelles

Der Schriftsteller und Publizist Marko Martin erhält den Werner-Schulz-Preis 2026. Mit ihrer Entscheidung würdigt die sechsköpfige Jury seine aufrechte demokratische Haltung und seinen langjährigen Einsatz für Freiheit und Menschenrechte. Die Preisverleihung findet am 22. Januar 2026, dem Geburtstag von Werner Schulz, im Rahmen einer Festveranstaltung im Mediencampus Leipzig in Kooperation mit der Stiftung Friedliche Revolution statt.

Die Werner-Schulz-Initiative vergibt in diesem Jahr mit Unterstützung und Förderung durch die Heinrich-Böll-Stiftung und Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung erstmals Werner-Schulz-Stipendien.

Wir fördern politisch aktive Menschen, die die gesellschaftlichen Ziele der Werner Schulz Initiative (WSI) unterstützen und sich in herausragender Weise für zentrale und aktuelle Anliegen einer gemeinsamen europäischen Verständigungs- und Demokratie-Agenda engagieren.

Wir möchten insbesondere junge Menschen in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung unterstützen und begleiten.

Die ersten Werner-Schulz-Stipendiatinnen kommen aus der Ukraine und aus Belarus: Zlata Zhuravlova und Kacia. 

Ab sofort können Vorschläge für den Werner-Schulz-Preis 2026 eingereicht werden. Der Preis wird seit 2025 jährlich von der Werner-Schulz-Initiative e. V. vergeben und ist mit 7.500 Euro dotiert. Er würdigt herausragendes Engagement für zivilgesellschaftliche Solidarität, Demokratie, Menschenrechte und europäische Verständigung – ganz im Geiste des verstorbenen Bürgerrechtlers und Europapolitikers Werner Schulz (1950–2022).

Die feierliche Preisverleihung findet am 22. Januar 2026 in Leipzig statt. 

Bewerbungsschluss ist der 19. Oktober 2025. 

Bis zum Einsendeschluss können nun Kandidat:innen aus ganz Europa nominiert werden, die sich in herausragender Weise um die Förderung demokratischer Kultur, der Menschenrechte und die europäische Verständigung verdient gemacht haben. 

Ein bewegender Abend für Erinnerung, Dialog und Haltung liegt hinter uns. Das Gemälde „Aufrecht stehen – für Herbert Belter, Ernst Bloch, Werner Ihmels, Hans Mayer, Wolfgang Natonek, Georg-Siegfried Schmutzler“ von Reinhard Minkewitz hängt nun seit einem Jahrzehnt prominent in der ersten Etage im Hörsaalgebäude der Universität Leipzig. Tagtäglich passieren hunderte Studierende das große Gemälde vor dem Hörsaal 7, das an ein erschütterndes und zugleich bewegendes Stück Geschichte erinnert: an sechs mutige Männer, die in den frühen Jahren der DDR für ihr unabhängiges Denken und ihre kritische Haltung staatliche Repression erlitten. Die Leihgabe der Stiftung Friedliche Revolution (SFR) an die Universität wurde nun um weitere 10 Jahre verlängert und das Gemälde behält seinen prominenten Platz.

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… erinnern wir mit einigen Fotos und einem sehr ambitionierten Antrag zur Stärkung der Europäischen Gemeinschaft, später Europäische Union, an die gemeinsame parlamentarische Arbeit von Gerd Poppe und Werner Schulz Anfang der 90er Jahre in Bonn als achtköpfige Bundestagsgruppe von Bündnis 90.

Fotos und Antrag

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing am 22. Januar 2025 im Schloss Bellevue die erste Preisträgerin des Werner-Schulz-Preises, Ina Rumiantseva, sowie den Vorsitzenden der Werner-Schulz-Initiative Thomas Vogel und den Juryvorsitzenden und Direktor der Evangelischen Akademie Sachsen, Stephan Bickhardt. Die Teilnehmenden diskutierten zusammen mit der Tochter von Werner Schulz, Frauke Bublies, das politische Vermächtnis des 2022 im Schloss Bellevue gestorbenen DDR-Bürgerrechtlers. Im Fokus stand zudem die politische Situation in Belarus, nur wenige Tage vor den Präsidentschaftswahlen, sowie das Schicksal der mehr als 1300 politischen Gefangenen, für die sich Ina Rumiantseva einsetzt. Tatsiana Khomich, die Schwester der inhaftierten Maria Kalesnikava, und Valeri Kavaleuski berichteten über das Schicksal der sich teilweise in Lebensgefahr befindenden Häftlinge.   

Gedenkveranstaltung und Verleihung des Werner-Schulz-Preises 2025

Erste Preisträgerin des neu geschaffenen, mit 7500 Euro dotierten Werner-Schulz-Preises ist die Aktivistin und Menschenrechtlerin Ina Rumiantseva. Etwa 250 Besucherinnen und Besucher waren am Abend des 22. Januar 2025 in die Französische Friedrichstadtkirche gekommen, um an der Preisübergabe teilzunehmen. Weder Ort noch Datum, waren zufällig gewählt worden. An diesem Tag hätte Werner Schulz seinen 75. Geburtstag gefeiert und in der Kirche hat er wenige Monate vor seinem überraschenden Tod den Deutschen Nationalpreis erhalten.

Die Werner-Schulz-Initiative vergibt Preis im Namen des DDR-Bürgerrechtlers. 

Der 2025 zum ersten Mal vergebene Werner-Schulz-Preis geht an die Aktivistin und Menschenrechtlerin Ina Rumiantseva. Die Trägerin des mit 7.500 Euro dotierten Preises engagiert sich seit vielen Jahren stark für Demokratie und Verständigung in Europa und setzt sich besonders für die politischen Gefangenen in Belarus ein. Die 48-jährige will eine Brücke schlagen zwischen Deutschland und der Zivilgesellschaft in Osteuropa. In Berlin, ihrer Geburtsstadt, knüpft sie mit ihrem Wirken an die Friedensgebete in der Gethsemanekirche an. 

Die Werner-Schulz-Initiative e.V. hat sich nach dem plötzlichen Tod des DDR-Bürgerrechtlers und früheren Bundestags- und Europaabgeordneten Werner Schulz am 9. November 2022 gegründet. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, dauerhaft an dessen Leben und Werk zu erinnern.

Die Preisübergabe erfolgt am 22. Januar 2025, dem 75. Geburtstag von Werner Schulz, im Rahmen einer Festveranstaltung in der Evangelischen Akademie zu Berlin.