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Es gebe nur sehr wenige in der Politik, die durch und durch renitent seien. Dazu zählte, ohne jede Frage der 2022 verstorbene ehemalige Bürgerrechtler und Bundestags- bzw. Europaabgeordnete Werner Schulz. Er galt nicht nur als Stachel im Fleisch der Grünen, auch als einer der wenigen, die es wagten, sich mit Alphatieren wie Joschka Fischer anzulegen.

Das im September 2025 erschienene Buch „Mut zum Unmut – eine Anleitung zur politischen Widerspenstigkeit“ fordert auf „Nein!“ zu sagen. Renitenz, so die Autoren Matthias Meisner und Paul Starzmann, als erster Schritt für eine Kultur von Widerspenstigkeit, Ungehorsam oder Widerstand.

Belarus erhält nur selten Aufmerksamkeit in deutschen Medien, oft nur aufgrund seiner Beteiligung an der russischen Vollinvasion in der Ukraine. Dabei leben tausend politische Gefangene, verfolgte Aktivist*innen, unabhängige Journalist*innen und ihre Familien in Belarus in einem System der Repression. Diese kleine Materialsammlung ist ein Versuch, die Lebensrealität dieser Menschen in Belarus sichtbar zu machen. Die Daten basieren auf Materialien des Menschenrechtszentrums “Viasna” sowie auf der persönlichen Expertise unserer Werner-Schulz-Stipendiatin Kacia. Die Broschüre wurde mit Unterstützung unseres Kooperationspartners, der Robert-Havemann-Gesellschaft erstellt.

Vernissage "Im Alltag": Stimmen, Bilder, Gespräche 

Preisträger in diesem Jahr ist der Schriftsteller Marko Martin. Zum zweiten Mal hat unsere Initiative jetzt den Werner-Schulz-Preis vergeben.

 

Preisträger des Werner-Schulz-Preises 2026 ist der Schriftsteller und Publizist Marko Martin. Etwa 250 Besucher:innen waren am Abend des 22. Januar 2026 im Tagungszentrum Mediencampus Villa Ida in Leipzig gekommen, um an der Preisübergabe teilzunehmen. Ort noch Datum waren auch bei dieser Festveranstaltung nicht zufällig gewählt worden. An diesem Tag hätte Werner Schulz seinen 76. Geburtstag gefeiert und der Mediencampus Villa Ida spielte eine zentrale Rolle in der Auseinandersetzung rund um das von Erich Löst in Auftrag gegebene und vom Maler Reinhard Minkewitz umgesetzte Gemälde "Aufrecht stehen". 

 22. Januar 2026 | 18 Uhr | Mediencampus Villa Ida

Am 22. Januar 2026 vergibt die Werner-Schulz-Initiative e.V. zum zweiten Mal den Preis in Gedenken an den Bürgerrechtler und Bundestags- und Europaabgeordneten Werner Schulz. Mit dem Werner-Schulz-Preis werden Personen geehrt und unterstützt, die in seinem Geist für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte wirken.

Der Schriftsteller und Publizist Marko Martin erhält den Werner-Schulz-Preis 2026. Mit ihrer Entscheidung würdigt die sechsköpfige Jury seine aufrechte demokratische Haltung und seinen langjährigen Einsatz für Freiheit und Menschenrechte. Die Preisverleihung findet am 22. Januar 2026, dem Geburtstag von Werner Schulz, im Rahmen einer Festveranstaltung im Mediencampus Leipzig in Kooperation mit der Stiftung Friedliche Revolution statt.

Die Werner-Schulz-Initiative vergibt in diesem Jahr mit Unterstützung und Förderung durch die Heinrich-Böll-Stiftung und Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung erstmals Werner-Schulz-Stipendien.

Wir fördern politisch aktive Menschen, die die gesellschaftlichen Ziele der Werner Schulz Initiative (WSI) unterstützen und sich in herausragender Weise für zentrale und aktuelle Anliegen einer gemeinsamen europäischen Verständigungs- und Demokratie-Agenda engagieren.

Wir möchten insbesondere junge Menschen in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung unterstützen und begleiten.

Die ersten Werner-Schulz-Stipendiatinnen kommen aus der Ukraine und aus Belarus: Zlata Zhuravlova und Kacia.