Sandrino Donnhauser © Werner-Schulz-Initiative

Marko Martin wird Träger des Werner-Schulz-Preises 2026

22. Januar 2026: Beeindruckende Preisverleihung in Leipzig

Zum zweiten Mal hat unsere Initiative jetzt den Werner-Schulz-Preis vergeben. Preisträger in diesem Jahr ist der Schriftsteller Marko Martin.

Mit dieser Auszeichnung sollen Personen gewürdigt werden, die im Sinne des 2022 verstorbenen Werner Schulz aktiv für Demokratie, Freiheit, Menschenrechte und europäische Verständigung eintreten. Die öffentliche Preisverleihung fand am Geburtstag des Grünen-Politikers Schulz im Rahmen einer Festveranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Friedliche Revolution auf dem Mediencampus Villa Ida in Leipzig statt.

Impressionen der Preisverleihung

Sandrino Donnhauser © Werner-Schulz-Initiative

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Thomas Vogel und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung begrüßen die Besucher:innen

„Wir möchten“, so unser Vorsitzender, Thomas Vogel in der Eröffnungsrede, „besonders Marko Martins Engagement für die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit, der Würdigung der Dissidenten in ganz Osteuropa und seine Mahnungen hinsichtlich der Gefahren, die von AfD und BSW ausgehen, ehren“. Er dankte allen, die diese Veranstaltung ermöglicht haben. Das ist die Grundlage, auf der sich unser ehrenamtliches Engagement entfalten konnte. Nur durch dieses Vertrauen und diese Unterstützung haben wir als Initiative in so kurzer Zeit so viel auf den Weg gebracht.

Oberbürgermeister Burkhard Jung, auch Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Friedliche Revolution, unserem Kooperationspartner in Leipzig, würdigte Werners Fähigkeiten Dinge vorauszusehen und klar zu benennen. Er verglich ihn mit der griechischen Priesterin Kassandra, die den Untergang Trojas voraussagte, aber zu spät gehört wurde. Auch Marko Martin sei mit seiner Gabe, Dinge früher und klarer zu sehen als andere, so eine Art Kassandra, sagte er.

 

„Wir möchten besonders Marko Martins Engagement für die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit, der Würdigung der Dissidenten in ganz Osteuropa und seine Mahnungen hinsichtlich der Gefahren, die von AfD und BSW ausgehen, ehren."

Thomas Vogel, Vorsitzender der Werner-Schulz-Initiative
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Filmportrait über Werner Schulz

Im anschließenden Filmportrait über Werner erinnerten sich Marianne Birthler und Joachim Gauck noch einmal an wichtige politische und persönliche Wegmarken von Werner Schulz. Beeindruckend auch sein Auftritt in der Volkskammer im April 1990 als er bei der Debatte über die deutsche Vereinigung auf drohende Fehlentwicklungen hingewiesen hatte.

Laudatio von Katrin Göring-Eckhardt

Die Laudatio auf Marko Martin hielt die Bundestagsabgeordnete und politische Weggefährtin von Werner Schulz, Katrin Göring-Eckardt. Sie würdigte den Preisträger als streitbaren Beobachter gesellschaftlicher Missstände und als wachen Verteidiger der Demokratie. „Er lässt uns teilhaben an seiner Sicht auf die Welt und die Orte, die er besucht. Sei es Tel Aviv, sei es Havanna oder Hongkong. Ob bei der Bekämpfung des Antisemitismus, die Auseinandersetzung mit kommunistischer Diktatur oder die Geschichten der Gerechtigkeitskämpfer dieser Welt. Überall sieht er, was uns auf der Welt miteinander verbinden sollte: die Freiheit - oder eben deren Fehlen“. Gerade in diesem von wichtigen Wahlen geprägten Jahr brauche es, so Göring-Eckardt weiter, Menschen wie Marko Martin, „die mit historischem Bewusstsein und intellektueller Klarheit vor den Gefahren warnen, die vor allem durch den Rechtsextremismus der AfD für unser Land, für unsere Gesellschaft, ja, für unsere Freiheit und Demokratie ausgehen.“

 

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Sandrino Donnhauser © Werner-Schulz-Initiative

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Sandrino Donnhauser © Werner-Schulz-Initiative

 

Die Rede von Stephan Bickhardt als PDF.

Jury-Begründung durch Stephan Bickhardt

Die Begründung der Jury trug ihr Vorsitzender, Stephan Bickhardt vor. Marko Martin spüre der Qualität des Lebens im Dissens nach und verteidige die Freiheit im Sinne einer tätigen Lebenshaltung. Sein Blick richte sich nach vorn, gerade wenn er aus seiner Sicht verfehlte öffentliche Diskurse anprangert. Der Schriftsteller gebe der Gesellschaft ein Beispiel, was Mut zur öffentlichen Positionierung bewirken kann, nämlich die Mitnahme vieler für ein Einstehen im Sinne von Mitmenschlichkeit und für die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung.

„Die Jury meint, wer so auf Menschen blickt, ist, in einem Wort, ausgezeichnet.“

Stephan Bickhardt, Vorsitzender der Jury

 

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Preisübergabe

Frauke Bublies, die Tochter von Werner Schulz, übergab dem Preisträger auch in diesem Jahr einen Stein aus der Steinsammlung ihres Vaters. Viele wüssten nicht, dass er immer kleine Steine in seiner Tasche mit sich getragen habe, die ihm als Gedankenstütze und Denkhilfe dienten.

„In diesem Jahr ist auf einem schwarzen Stein eine kleine weiße Linie sichtbar, die insgesamt den Buchstaben A ergibt: A wie ausgezeichnet, A wie Freiheits- … Aufgaben, A wie Aufschrei, A wie Aufrecht stehen. Das passt heute in jeglicher Hinsicht. Herzlichen Glückwunsch, Marko Martin.“

Frauke Bublies
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Sandrino Donnhauser © Werner-Schulz-Initiative

 

Kristoffer Born © Werner-Schulz-Initiative

Dankesrede des Preisträgers Marko Martin

In seiner Dankesrede appellierte Marko Martin, dass jetzt die Zeit wäre „für ein Engagement, das über die „Achtsamkeit“ des heute üblichen Aktivismus deutlich hinausgeht“ und forderte eine aktive Unterstützung der Ukraine in ihrem Kampf gegen den Aggressor Russland. „Versuchen wir, auch im Alltagsleben, Verbindungen herzustellen zwischen unseren Freunden und Freundinnen in Osteuropa und im Baltikum und jenen im Süden, deren Eltern und Großeltern einst so erfolgreich Salazar und Franco hinter sich gebracht hatten. Versuchen wir, sie zu überzeugen, dass der Widerstand der Ukraine doch auch ihre ureigenste Angelegenheit sein müsste, unsere gemeinsame finest hour. Wann, wenn nicht jetzt?“

Die gesamte Dankesrede des Schriftstellers Marko Martin zum Werner-Schulz-Preis 2026 ist zu finden auf der Webseite der Bundeszentrale für Politische Bildung (Link) oder hier als PDF.

 

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Gesine Dornblüth, Marko Martin und Jakob Springfeld bei der Podiumsdiskussion

In einer Podiumsdiskussion mit Marko Martin und Jakob Springfeld spürte die Moderatorin Gesine Dornblüth der Frage nach, wie Leute heute zu motivieren bzw. zu aktivieren sind, wie konkret sich Menschen für den Einsatz für Demokratie und gegen Unfreiheit mobilisieren lassen. Jakob Springfeld, selbst Aktivist, aber auch Verfasser zweier Bücher, setzte dafür auf den persönlichen Kontakt und das Überzeugen von Menschen im Gespräch. Das sehe er immer wieder, etwa bei Diskussionen mit Schülern. Marko Martin bestätigte dies, er mache dazu ähnliche Erfahrungen, wenn er an Lesungen oder Podiumsdiskussionen teilnehme.

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Kristoffer Born © Werner-Schulz-Initiative

Sandrino Donnhauser © Werner-Schulz-Initiative

Foto: Sandrino Donnhauser

Sandrino Donnhauser © Werner-Schulz-Initiative

Foto: Sandrino Donnhauser

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Vorstellung der Werner-Schulz-Stipendiatinnen

Vorgestellt wurden schließlich die ersten Werner-Schulz-Stipendiatinnen: Zlata Zhuravlova aus der Ukraine und Kacia aus Belarus. Während sich Kacia stark für die über 1000 politischen Gefangenen in Belarus und deren Familien einsetzt, hat Zlata Integrationsprojekte und einen eigenen Verein dafür in Deutschland etabliert.

Zlata las zudem eine Performance, begleitet von den ukrainischen Musikern T. Churai (Gitarre) und Denys Kyrylov (Violine), die auch den musikalischen Teil des Abends eindrucksvoll und ansprechend gestalteten.

Beim abschließenden „get together“ wurde deutlich, dass die rund 200 Besucherinnen und Besucher ihr Kommen nicht bereut hatten. Die Reaktionen auf diese zweite Preisverleihung waren durch die Bank positiv. Eine würdevolle, angemessene und auch beeindruckende Veranstaltung.

 

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Foto: Sandrino Donnhauser

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Foto: Sandrino Donnhauser

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Bericht als PDF

Hier geht es zum Programm der Festveranstaltung 

 

Das Preisgeld wurde gestiftet durch die 

 

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